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Die Demokratie mit undemokratischen Mitteln retten zu wollen ist der Weg ins Verderben...

Da kommt man um ein Schmunzeln nicht herum :)

Dennoch, auch als AFD-Gegner: Das ist definitiv ein Schritt in die falsche Richtung. Demokratie beinhaltet auch Meinungen zuzulassen die der eigenen Ansicht entgegen stehen. Einen Wahlkampf mit solchen Aktionen schon mutwillig zu untergraben ist beinahe grenzenlose Arroganz.

Merken die Leute nicht, dass sie sich damit zu genau den Menschen machen, die sie damit zu verurteilen versuchten ?

Kommentare

Die Afd sollte sich nicht als unschuldig darstellen. 

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/parteien/id_90621144/--gruenermist--plakate-gegen-die-gruenen--so-kommt-es-zu-kampagnen-bei-aussenwerbern.html 

Dumm ist nur das sich das ZPS mit Steuergeldern finanziert wird. Mit dem Wissen sollte hier mal JEDER ran gehen!

Hast du auch Quellen für die Aussage oder passt dir das nur gut ins Weltbild?

Die BRD GmbH investiert selbstverständlich auch in Projekte von Demokratieförderung und Antifaschismus (mMn zu wenig), aber soweit ich weiß ist das ZPS spendenfinanziert (aber neeeein, nicht gemeinnützig).

Aber solange auch Naziparteien, diverse Verfassungs"schutz"ämter und Horst "69 Afghanen" Seehofer Geld vom Staat bekommen wäre so eine Finanzierung sogar ja nur fair.
Hashtag Hufeisentheorie, trololol.

Theoretisch haben all die Leute hier, die sagen "AFD find ich blöd... aber so undemokratisches Verhalten auch!" recht. Und gleichzeitig glaube ich, die Praxis sieht anders aus - ich bin mir ziemlich sicher, die Werbeagenturen in London und Co haben nicht nur Anfragen von DIE PARTEI erhalten. Im Gegenteil glaube ich, dass vor Allem die 'Großparteien' im Hintergrund ihre Schmier- und Schmierenkampagnen laufen haben. In diesem Zusammenhang halte ich die Aktion oben für mindestens legitim wenn nicht gar für ziemlich geil.

Einen kleinen Einbick in diese Welt des Werbewahkampfes gibt es in der Doku "Wahlkampf undercover".

(DIE PARTEI kontaktiert schmierige Werbefirmen zwecks Beeinflussung des Wahlkampfes)

https://www.ardmediathek.de/video/reportage-und-dokumentation/die-story-im-ersten-wahlkampf-undercover/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3JlcG9ydGFnZSBfIGRva3VtZW50YXRpb24gaW0gZXJzdGVuL2ZhNThkZDQ2LWMxOGQtNDhjNi1hZWRiLTJmNmNhNzUxNzQ3NQ/

 

Die Demokratie mit undemokratischen Mitteln retten zu wollen ist der Weg ins Verderben...

Deine Aussage impliziert, dass die AfD undemokratisch sei. Oder habe ich da was falsch verstanden? Ansonsten gerne mehr Informationen darüber, wo die AfD deiner Meinung nach undemokratisch ist. Denn alles was die AfD im Wahlprogramm stehen hat, wie auch deren Aussagen richten sich zur echten Demokratie, ganz im Gegensatz beispielsweise die kompletten Undemokraten wie SPD, Grünen oder Linke, die eher den Sozialismus fordern. Das ist so mit genau das Gegenteil von Demokratie.

Verwechsle nicht "Sympathie" ist nicht "Demokratie"

Diese Aussage impliziert in keinem Falle dass die AfD undemokratisch sei. "Die Demokratie mit undemokratischen Mitteln..." soll die Aktion als undemokratisch bezeichnen.

Ich verfüge nicht über die Kompetenz beurteilen zu können ob die AfD eine demokratische Partei ist. Da sie nicht verboten ist gehe ich aber davon aus. Es ging nicht um meine persönliche Meinung zur AfD sondern um den Grundsatz dass sich alle an die gleichen Regeln zu halten haben, egal wie sehr man Parteien inhaltlich ablehnt da regelverstöße immer die Gefahr bergen dass die Demokratie Schaden nimmt.

„Wer versucht, die AfD zu richten, den richtet die AfD!“
Hans-Thomas Tillschneider, AfD

„Wenn wir kommen, dann wird aufgeräumt, dann wird ausgemistet!“
Markus Frohnmaier, AfD

„Solche Menschen müssen wir selbstverständlich entsorgen.“
Petr Bystron, AfD

„Wir müssen ganz friedlich und überlegt vorgehen, uns ggf. anpassen und dem Gegner Honig ums Maul schmieren aber wenn wir endlich soweit sind, dann stellen wir sie alle an die Wand. (…) Grube ausheben, alle rein und Löschkalk oben rauf.“
Holger Arppe, AfD

"Wer in Zukunft nicht wolle, dass Albaner und Kosovaren als Pflegekräfte ins Haus kämen und dann die Bude ausräumten, müsse AfD wählen."
Andreas Winhart, AfD

"Ich sage diesen linken Gesinnungsterroristen, diesem Parteienfilz ganz klar: Wenn wir kommen, dann wird aufgeräumt, dann wird ausgemistet, dann wird wieder Politik für das Volk und nur für das Volk gemacht – denn wir sind das Volk, liebe Freunde."
Markus Frohnmaier, AfD

"Wenn du Direktkandidat bist, solltest du solche Sätze mit “gehören an die Wand gestellt" besser vermeiden. Es schadet ungemein, wenn die Presse sowas ausschlachtet. Deshalb sollten wir grade jetzt genau überlegen, wie wir Dinge formulieren."
Daniel Roi, AfD

Alles Zitate, die auf das Bestreben der AfD nach autoritärer Machtergreifung hinweisen.

@Deekay, du hast dir die Mühe gemacht Zitate aus linksorientierten Webseiten raus- und hier rein zu kopieren. Daumen hoch erst einmal für deine Mühen. Nun ist es leider so, dass du hier viele Beispiele nennst die zwar aus dem Zusammenhang gerissen auch negativ aufgefasst werden könnten, aber kaum bis gar nicht Undemokratie beweisen. Deine um mehrere Ecken gedachte "Undemokratie" ist mir doch sehr Schleierhaft. Ich empfehle dir zum Kontrast* eine Suchbegriffskette auf der Gegenseite durchzuführen. Ich wette, du findest genausoviele "Zitate" die sogar viel krasser sind, nur halt von Leuten getätigt die "auf deiner Seite" liegen. Man findet dann aber auch die ganzen komplett professionellen "Faktenchecker" die zu gleichen Teilen sich ins Suchergebnis tummeln. Selbstverständlich komplett politisch neutral das ganze >hust<.

* Ich versuche die Reaktion auf jedes berichtete Ereignis unzukehren. Beispiel: "Wie wäre wohl die Berichterstattung gewesen, wenn es ein ...NEGATIV... gewesen wäre?". Wenn dann die Berichterstattung aus meiner Sicht gleich gewesen wäre, beurteile ich diese als neutral. Alles andere ist Populismus. Denn aus meiner Sicht gibt es keine gute und schlechte Gewalt. Jede Gealt ist aus meiner Sicht gleichbedeuten schlecht.

@hectic

Erkläre mir bitte, wie diese Zitate positiv aufgefasst werden können, stelle sie in den rechten Kontext, gib sie unverzerrt wieder.

Du hast bereits in deinem Eingangspost politische Herrschaftssysteme (Demokratie, Autokratie, Monarchie, [...]) und gesellschaftliche/wirtschaftliche Ideologien (Sozialismus, Liberalismus, Konservatismus) durcheinander geworfen. Vielleicht solltest Du Dich noch einmal mit beiden Themen auseinandersetzen.
Wir leben bereits in einer Art Sozialismus, in einem Sozialstaat. Zumindest insofern, alsdass wir gesellschaftlich Gefallene, Kranke und für den Bestand oder den Erfolg des Staates 'Unbrauchbare' unterstützen und mittragen und nicht aus der Gemeinschaft ausschließen. Die Nazis haben sich als Sozialisten bezeichnet, obwohl sie genau das Gegenteil taten: Behinderte und sonstiges als unwert betrachtetes Leben (politische Gegner) wurden ausgebeutet oder vernichtet. Solidarisch war man lediglich gegenüber Menschen der gleichen Ideologie.
Nicht der Sozialismus ist das Gegenteil der Demokratie, sondern die Diktatur oder ähnliche autoritäre Herrschaftssysteme.
Unter Stalins und Maos linksorientierten Diktaturen sind ebenfalls millionen Menschen umgekommen.

Dann versuche ich mal, den Schleier zu lüften:

In einer Demokratie geht es um Konsensfindung, Toleranz gegenüber Andersdenkenden, nicht darum, den politischen Gegner zu 'entsorgen'. Werden Gegner beseitigt oder mundtot gemacht, ist das ein Diktat und hat mit freier Meinungsäußerung, welche in einer Demokratie essentiell ist, nichts mehr zu tun. Ziel einer Demokratie ist, Minderheiten ebenfalls eine Stimme zu geben und sie vor Verfolgung zu schützen, die unterschiedlichen Wesenszüge und Meinungen der Menschen zu akzeptieren, diese Vielfalt zu erhalten.

Die AfD sieht die Bevölkerung und deren politische Vertretung nicht als Einheit, als 'Familie', in der man trotz unterschiedlicher Standpunkte versucht, zusammenzuhalten, sondern ist um Ausgrenzung, Gleichschaltung und Eradikation bemüht, weshalb sie polarisiert, wo sie nur kann.
Sie bedient sich zu diesem Zwecke unter Anderem der sprachlichen Kniffe der Nazis, wie hier bspw. 'Parteienfilz' oder 'Gesinnungsterroristen', mit dem Ziel, die politischen Widersacher als minderwertig darzustellen oder ihre Anliegen der Lächerlichkeit preiszugeben. Wer eine derart maß- und rücksichtslose Wortwahl trifft, hat kein Interesse an demokratischer Debatte, sondern setzt auf Populismus, Meinungs- und Deutungshoheit.
Die AfD unterscheidet nicht zwischen Individuen und Gemeinschaften. Weil ein paar Albaner gestohlen haben, sind alle Albaner ausnahmlos Diebe? Deutsche stehlen ebenfalls.

Die AfD will aufräumen, ausmisten, den Gegner an die Wand stellen, also den demokratisch gewählten Vertretern der gegnerischen Seite die Legitimität absprechen und aus dem Weg räumen. Autoritärer geht's kaum.
Die AfD will selbst richten, nicht von einer unabhängigen Instanz richten lassen, also die Judikative, eine der drei Säulen, auf denen unsere Demokratie basiert, umgehen oder sich zunutze machen. Es soll nicht mehr nur um Verfolgung aufgrund von Straftaten, sondern auch aufgrund der Gesinnung gehen. Das gab's bei den Nazis und bei vielen anderen autoritären Regierungen, geschieht bspw. gerade in Polen.

All dessen ist man sich in den Reihen der AfD bewusst, schließlich stammen die meisten Zitate von Personen höheren Ranges. Man weiß aber auch, dass man momentan auf recht einsamen Posten steht. Deshalb gibt man sich demokratisch, wirft sich das wärmende, schützende Mäntelchen des Grundgesetzes allzu bereitwillig über (v.A. im Bezug auf Meinungsfreiheit), agiert innerhalb der demokratischen und moralisch gesetzen Grenzen, bei gleichzeitigem Versuch, diese aufzuweichen ('Wird man doch wohl noch sagen dürfen'). Man gibt den Wolf im Schafspelz, schmiert dem 'Gegner Honig ums Maul', und ist der Meinung, man solle nur denken, dass Gegner an die Wand zu stellen seien, dies aber nicht unbedingt laut verkünden. Höcke hat einen Journalisten darauf hingewiesen, dass sich die Machtverhältnisse ganz schnell ändern können und ihn und somit auch die Pressefreiheit indirekt bedroht.

Ich könnte nun noch Argument an Argument reihen, möchte aber so allmählich zum Ende kommen:

Genau aus diesen Gründen habe ich die Zitate gewählt. Die AfD gibt sich gezwungenermaßen demokratisch, ist es aber nicht.
Dass sich im 'linken Lager' ebenso verachtenswerte Gedanken- und Agitationsmuster abzeichnen, finde ich genauso verwerflich und stimme Dir zu, dass Gewalt ausschließlich negativ zu bewerten ist.
Politischen Ideologien, die Teilmengen der Bevölkerung von der politischen und gesellschaftlichen Teilhabe ausschließen möchten, bleiben kaum andere Wege als in die Diktatur oder in den Populismus, um eine breite Bevölkerungsmehrheit hinter sich zu scharen. Nochmal: Demokratie beruht auf Konsens und dazu scheint die AfD nicht bereit.

Danke für die schöne Ausführung, Deekay.

Ich bin eigentlich immer für Konsens und die Erklärung von Standpunkten ... so langsam bin ich es aber etwas Leid für eigentlich Offensichtliches Muße (und insb. Zeit) aufzuwenden.
Ich hätte es nicht besser ausdrücken können und kann jedes Wort so unterschreiben ... also nochmal: Danke! smiley

Ich sehe das hier ganz im Gegenteil. Es ist ganz im Sinne des Toleranz-Paradoxons. Ebenso, wie es keine Toleranz für Intoleranz geben darf, darf eine Partei die der Demokratie den Kampf angesagt hat sich nicht auf demokratische Grundsätze stützen.

Inwiefern hat die AfD der Demokratie den Kampf angesagt?

Negativ bewerten geht schneller als beantworten. Hatte vergessen, dass in der Gegenwart vieles nicht hinterfragt werden darf.