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1. Habe ich nicht geschrieben, das Styroporplatten "unbrennbar" sind. Das möchtest Du nur lesen, weil es Dir einen Angriffspunkt gäbe.

2. "regelmäßig" sagt recht wenig. Als ich vor drei oder vier Jahren ein Seminar zumd Thema WDVS besuchte, hat ein Ingenieur für vorbeugenden Brandschutz (als Brandschutzprüfer tätig und absolute Konifere, vollständig mit Zapfen, auf dem Gebiet) von exakt 0 Fällen reden können, in denen eine verputzte EPS Fassade brannte, nachdem sie mit einem (mineralischen) Putz fertiggestellt war. Er konnte von drei Fassadebränden berichten: Bei einem war der Putz durch einen vorhergehenden Unfall stark beschädigt. Bei 2 anderen passierte das ganze während der Bauphase, bevor der Putz aufgebracht wurde. Wenn irgendwas anderes im Haus lange genug brennt, der Putz abplatzt, dann kann eventuell auch die Fassade Feuer fangen. Eine verputzte EPS Fassade kriegst Du selbt mit einem Lötkolben nicht angezündet.

3. Noch nie habe ich von einem Fall gehört in dem eine unbelüftete Kerndämmung, die beidseitig mit Beton oder Stein eingebaut ist, brannte. (und das war im Gegensatz zur "Unbrennbarkeit von Styroporplatten" die Aussage, die ich oben getätigt habe). Ungefähr die Hälfte aller Plattenbauten in Ostdeutschland ist so gebaut, zehntausende Häuser, hunderttausende von Wohnungen. (bei der anderen Hälfte hatten Sie kein EPS und haben MiWo genommen). Ist aber auch logisch, weil wie brennt etwas ohne Sauerstoffzufuhr? Wenn Du jetzt mit einem Flammenwerfer solange auf die Fassade hältst, bis die äußere Schale zerspringt, zerbröselt oder die Metallanker ihre Tragfähigkeit verlieren, die äußere Schale abfällt und du rohes EPS hast, dann kannst Du das auch wieder anzünden. Auch atomaren Angriffen hält eine äußere Klinkerschale nur bedingt stand.

4. Natürlich kann ein Haus auch völlig unabhängig von der Fassade brennen. Dann kann durchaus auch das EPS den Geist aufgeben, wobei es vermutlich lange geschmolzen ist, bevor es brennt. Es gibt dazu übrigens Brandversuche, bei denen in solchen Gebäuden absichtlich brennbares Material angezündet wird und man den Brandverlauf über die Fenster beobachtet. Das ist nämlich die Hauptgefahrenquelle.

5. In deutscher Gründlichke hat man darum beschlossen, bei Gebäuden bestimmter Höhe über den Fenster bzw. bei noch größeren Gebäuden durchgehend, sogenannten Brandriegel aus >1000° beständiger Mineralwolle einzubauen, damit solche Feuer nicht überschlagen können (wobei der Überschlag kaum, bestenfalls das Hochbrennen, wenn der Fassadenputz bereits abgebröckelt ist, verhindert wird). Deutsche Hochhäuser dürfen überhaupt keine brennbaren Materialien in der Fassade und der Konstruktion verwenden, weil die Rettung dort sehr schwer ist und Höhenwinde auch die Sauerstoffzufuhr verbessern.

Hast Du noch irgendwelche Fragen zu meinem Fachgebiet oder vlt noch irgendein Youtubevideo? (Ich bin es langsam leid, die Leute wegen E-Autos und Coronaviren zu korrigieren, da käme ein bisschen Abwechslung schon recht cool )

Kommentare

direkt unter der Luftansaugung/Klimaanlage der Bude darüber... Yay

Woher weißt du, dass da Luft angesaugt und nicht herausgeblasen wird?

Der schöne Geruch von Plastikfenster und Styropoordämmung!

Genau. Eine massiv verklinkerte Fassade, bei der die (potentielle) Styroporkerndämmung in Brand gesetzt wird. So passiert, damals bei... mmh ... mmmh ... noch nie. wink

Klinkerimmitat gibt es auch, wird hier vielfach verbaut.

Das da oben ist keins, EPS unter Klinkerriemchen brennt auch nicht, und EPS unter Plasteklinkerimitat brennt vermutlich, weil das Plaste darüber brennt.

 

Das macht aber den Witz kaputt.

BTW, "Unbrennbare" Styropoorplatten an Fassaden brennen regelmäßig.

1. Habe ich nicht geschrieben, das Styroporplatten "unbrennbar" sind. Das möchtest Du nur lesen, weil es Dir einen Angriffspunkt gäbe.

2. "regelmäßig" sagt recht wenig. Als ich vor drei oder vier Jahren ein Seminar zumd Thema WDVS besuchte, hat ein Ingenieur für vorbeugenden Brandschutz (als Brandschutzprüfer tätig und absolute Konifere, vollständig mit Zapfen, auf dem Gebiet) von exakt 0 Fällen reden können, in denen eine verputzte EPS Fassade brannte, nachdem sie mit einem (mineralischen) Putz fertiggestellt war. Er konnte von drei Fassadebränden berichten: Bei einem war der Putz durch einen vorhergehenden Unfall stark beschädigt. Bei 2 anderen passierte das ganze während der Bauphase, bevor der Putz aufgebracht wurde. Wenn irgendwas anderes im Haus lange genug brennt, der Putz abplatzt, dann kann eventuell auch die Fassade Feuer fangen. Eine verputzte EPS Fassade kriegst Du selbt mit einem Lötkolben nicht angezündet.

3. Noch nie habe ich von einem Fall gehört in dem eine unbelüftete Kerndämmung, die beidseitig mit Beton oder Stein eingebaut ist, brannte. (und das war im Gegensatz zur "Unbrennbarkeit von Styroporplatten" die Aussage, die ich oben getätigt habe). Ungefähr die Hälfte aller Plattenbauten in Ostdeutschland ist so gebaut, zehntausende Häuser, hunderttausende von Wohnungen. (bei der anderen Hälfte hatten Sie kein EPS und haben MiWo genommen). Ist aber auch logisch, weil wie brennt etwas ohne Sauerstoffzufuhr? Wenn Du jetzt mit einem Flammenwerfer solange auf die Fassade hältst, bis die äußere Schale zerspringt, zerbröselt oder die Metallanker ihre Tragfähigkeit verlieren, die äußere Schale abfällt und du rohes EPS hast, dann kannst Du das auch wieder anzünden. Auch atomaren Angriffen hält eine äußere Klinkerschale nur bedingt stand.

4. Natürlich kann ein Haus auch völlig unabhängig von der Fassade brennen. Dann kann durchaus auch das EPS den Geist aufgeben, wobei es vermutlich lange geschmolzen ist, bevor es brennt. Es gibt dazu übrigens Brandversuche, bei denen in solchen Gebäuden absichtlich brennbares Material angezündet wird und man den Brandverlauf über die Fenster beobachtet. Das ist nämlich die Hauptgefahrenquelle.

5. In deutscher Gründlichke hat man darum beschlossen, bei Gebäuden bestimmter Höhe über den Fenster bzw. bei noch größeren Gebäuden durchgehend, sogenannten Brandriegel aus >1000° beständiger Mineralwolle einzubauen, damit solche Feuer nicht überschlagen können (wobei der Überschlag kaum, bestenfalls das Hochbrennen, wenn der Fassadenputz bereits abgebröckelt ist, verhindert wird). Deutsche Hochhäuser dürfen überhaupt keine brennbaren Materialien in der Fassade und der Konstruktion verwenden, weil die Rettung dort sehr schwer ist und Höhenwinde auch die Sauerstoffzufuhr verbessern.

Hast Du noch irgendwelche Fragen zu meinem Fachgebiet oder vlt noch irgendein Youtubevideo? (Ich bin es langsam leid, die Leute wegen E-Autos und Coronaviren zu korrigieren, da käme ein bisschen Abwechslung schon recht cool )

so haben alle was davon!

Übertreib mal nicht..

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