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11.01.2021
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iNW-LiVE Daily Picdump #110121

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Nein. Dass Restlichtverstärker ein grünliches Bild zeichnen liegt daran, dass damals, als die ersten gebaut wurden, das grünliche Phosphor das effizienteste war und daher das empfindlichste Nachtsichtgerät geliefert hat. Und bevor es hier zu der gerne genommenen Verwechslung kommt, beuge ich dem direkt vor: Der Begriff "Phosphor" meint in diesem Kontext nicht das chemische Element, sondern ein Stoff(gemisch) welches durch Elektroneneinschlag zum Leuchten angeregt wird.

Das Nudelsieb was der Typ vor den Augen hat ist aber sicher kein Nachtsichtgerät (engl. night vision goggles). Der Begriff Nachtsichtbrille meinte ursprünglich auch das Nachtsichtgerät, aber im Deutschen wird dieser Ausdruck umgangssprachlich inzwischen auch für Brillen verwendet, die Autofahrern mit Nachtsichtproblemen durch eine kleine Kontraststeigerung das Leben etwas erleichtern sollen. Die sind aber gelb.

Was stimmt ist, dass das menschliche Auge für grün am empfindlichsten ist. Deswegen wirken grüne Laserpointer bei gleicher Lichtleistung besonders hell und Bildsensoren in Kamaras haben doppelt so viele grüne Pixel wie rote bzw. blaue. Wenn man sich das ganze jetzt auf Biegen und Brechen zurecht reden will, könnte man argumentieren, dass bei der Entwicklung der ersten Nachtsichtgeräte die hohe Grünempfindlichkeit des Auges dem grünlichen Phosphor geholfen hat, das Siegertreppchen des effizientesten Materials zu erklimmen. Das wäre aber zu stark vereinfacht, da für die Wandlungseffizienz Elektron->Photon(en) noch viele weitere komplexe, chemische und teils quantenmechanische Vorgänge eine Rolle spielen.

Noch mehr trivia: Genauso wie aus historischen Gründen Nachtsichtgeräte jetzt immer eine grünes Bild liefern müssen, kommt auch kaum ein Film daran vorbei, das Einschalten des Gerätes mit einem Fiepen zu hinterlegen. In den Geräten von damals hat die Erzeugung der nötigen Hochspannung ein Fiepen verursacht. Genauso wie in älteren Fotoblitzgeräten. Ist jetzt fest damit verbunden geht nicht mehr ohne. ;-)

Schön. Wenn du schon dabei bist, kannst du uns auch erklären, wieso es im Film immer so ein hammerschlagartiges Geräusch gibt, wenn in einer großen Halle das Licht ein- oder ausgeschaltet wird?

Kommentare

Die werden aber auch nicht kreativer

 "Tschau, war schön.… "640 × 666

Nein. Dass Restlichtverstärker ein grünliches Bild zeichnen liegt daran, dass damals, als die ersten gebaut wurden, das grünliche Phosphor das effizienteste war und daher das empfindlichste Nachtsichtgerät geliefert hat. Und bevor es hier zu der gerne genommenen Verwechslung kommt, beuge ich dem direkt vor: Der Begriff "Phosphor" meint in diesem Kontext nicht das chemische Element, sondern ein Stoff(gemisch) welches durch Elektroneneinschlag zum Leuchten angeregt wird.

Das Nudelsieb was der Typ vor den Augen hat ist aber sicher kein Nachtsichtgerät (engl. night vision goggles). Der Begriff Nachtsichtbrille meinte ursprünglich auch das Nachtsichtgerät, aber im Deutschen wird dieser Ausdruck umgangssprachlich inzwischen auch für Brillen verwendet, die Autofahrern mit Nachtsichtproblemen durch eine kleine Kontraststeigerung das Leben etwas erleichtern sollen. Die sind aber gelb.

Was stimmt ist, dass das menschliche Auge für grün am empfindlichsten ist. Deswegen wirken grüne Laserpointer bei gleicher Lichtleistung besonders hell und Bildsensoren in Kamaras haben doppelt so viele grüne Pixel wie rote bzw. blaue. Wenn man sich das ganze jetzt auf Biegen und Brechen zurecht reden will, könnte man argumentieren, dass bei der Entwicklung der ersten Nachtsichtgeräte die hohe Grünempfindlichkeit des Auges dem grünlichen Phosphor geholfen hat, das Siegertreppchen des effizientesten Materials zu erklimmen. Das wäre aber zu stark vereinfacht, da für die Wandlungseffizienz Elektron->Photon(en) noch viele weitere komplexe, chemische und teils quantenmechanische Vorgänge eine Rolle spielen.

Noch mehr trivia: Genauso wie aus historischen Gründen Nachtsichtgeräte jetzt immer eine grünes Bild liefern müssen, kommt auch kaum ein Film daran vorbei, das Einschalten des Gerätes mit einem Fiepen zu hinterlegen. In den Geräten von damals hat die Erzeugung der nötigen Hochspannung ein Fiepen verursacht. Genauso wie in älteren Fotoblitzgeräten. Ist jetzt fest damit verbunden geht nicht mehr ohne. ;-)

meine Güte laugh

Und die Franzosen brechen die Regel indem sie rot/schwarz oder rot/weiß für ihre wärmebildbasierten Nachtsichgeräte nutzen

Sensoren haben doppelt so viele grüne Pixel? Ich hätte jetzt gedacht halb so viele. Wenn das Auge am empflichsten ist, brauchen wir doch vom Grün am wenigsten.

Wenn das Auge Grün besser auflöst, dann braucht man auch eine höhere Auflösung für Grün im Sensor um dem Auge genug informationen liefern zu können.
 

Schön. Wenn du schon dabei bist, kannst du uns auch erklären, wieso es im Film immer so ein hammerschlagartiges Geräusch gibt, wenn in einer großen Halle das Licht ein- oder ausgeschaltet wird?

Das ist ebenfalls dramaturgische Freiheit, ist halt viel spannender als ein einfaches dunkel->hell.

Einen wahren Hintergrund gibt es aber: Da in einer großen Halle viele Lampen geschaltet werden, passiert das nicht über einen normalen Lichtschalter, sondern über ein Relais bzw. Lastschütz. Kennst du vielleicht aus Treppenhäusern; der Licht"schalter" ist nur noch ein Taster, welcher das Relais ansteuert. Oft ist der Schaltkasten in Treppenhausnähe, dann kann man das Relais sogar Klacken hören. In Installationen für große Hallen ist das Geräusch nicht lauter - außer im Film.

Wer hat noch die rechteckige Reflektion gesucht ? cool

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