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1. Stellt sich die Schuldfrage gar nicht, die Antwort steht fest.
2. Sieht man, wie leicht sich Laien bei Gericht beeinflussen lassen und dort auch nur beschränkt Einfluss haben sollten. Man braucht eine gewisse Bildung, Ahnung von der Materie und jede Menge Erfahrung, um diese Straftaten auch in Relation zu anderen Verbrechen setzen zu können.
3. Ich bin für ein recht hohes Strafmaß. Der Anlass war total nichtig, da wird von jedem Mitbürger mehr Bedachtheit erwartet. Was würde denn erst passieren, wenn vorher etwas anderes passiert wäre, z.B. jemand seine Mutter geohrfeigt hätte?
Natürlich bereut er die Tat, er hat schließlich sei eigenes Leben zerstört. Viel schlimmer ist aber, dass der andere Mensch für immer fort ist. Man braucht nicht die Hinterbliebenen zu fragen, ob nach drei Jahren alles wieder gut ist.
4. Ist die Darstellung des Täters sehr wohlwollend. Mit einem Schreiben auf die Tränendrüse drücken, pfft.
Da die Sachlage klar ist, wird der Anwalt ihn angewiesen haben, das Schreiben zu verfassen. Macht sich immer gut vor Gericht und gehört zum kleinen 1x1 der Anwälte. Er spricht nicht umsonst von Strategie.
5. Mein Urteil wäre Tod durch Snu Snu.

"Kein Prinzip der Welt kann wichtiger sein als 70.000 Menschenleben"

Außer vielleicht 70.001 Menschenleben nach seinem Verständnis.

Kommentare

Klassisches Beispiel für toxische Maskulinität.
Und zur Schuldfrage: Die Konzepte der transformativen Gerechtigkeit bringt da spannende Aspekte rein.

Das Opfer hätte für mich nicht erst sterben müssen, dass ich in diesem Fall die Höchststrafe von 10 Jahren gewählt hätte. Am Ende war es eben Totschlag.

Für mich ist es unbegreiflich, wie Menschen, die einem anderen Menschen, der aufgrund von Nichtigkeiten und der eigenen Unbeherrschtheit den Tod eines Anderen in Kauf nimmt, auch noch verzeihen können. Mir sind Eltern unbegreiflich, die dem Mörder ihres Kindes verzeihen. 

Fakt ist, der Täter hat hier bewusst in Kauf genommen, beim Angriff zu töten. Hier war ein Messer im Spiel, nicht nur die Faust (und selbst durch diese wurden schon Menschen lebensgefährlich verletzt). Kein Entschuldigungsbrief, der ja, wie schon von Blutgrätsche geschrieben, oft der Rat des Verteidigers ist, um das Strafmaß gering zu halten, noch das runterbeten seines ansonsten straf- und gewaltfreies Lebens könnten mich da auch nur irgendwie umstimmen. Wie unfassbar schnell sich die Interviewten über die zu Beginn zugestimmten 3 Jahre selbst schlecht fühlen, nachdem sich der Täter wimmernd entschuldigte, macht mich wütend. Dass sich das noch lebende Opfer selbst gnädig zeigt, tangierte mich ebenso wenig. Diese wir-haben-uns-alle-lieb-, egal unter welchen Umständen, ist sowieso eine unglückbringende Einstellung und kreuzgefährlich.

2 cm weiter links oder rechts, oben oder unten und er wäre direkt verstorben. Hier ist er es im nachhinein. Und genau von diesem Worst-Case-Fall muss man auch immer ausgehen. "Naja, ist ja nix passiert, lass uns das vergessen, Bro." ist nicht meine Welt. Um in einem Restaurant so zu eskalieren, muss man schon sehr abgeschmackt sein.

3 Jahre wären Hohn, 10 Jahre logisch. Für mich ist sogar noch das zu wenig. Keine Gnade.

 

Das Flugzeugbeispiel empfinde ich als tricky, da erstmal "nur" eine Drohung im Raum steht. Wäre ein Absturz sicher, ist das Abschießen legitim. Sähe ich sogar so, wenn ich im Flieger säße. Rational betrachtet. 

1. Stellt sich die Schuldfrage gar nicht, die Antwort steht fest.
2. Sieht man, wie leicht sich Laien bei Gericht beeinflussen lassen und dort auch nur beschränkt Einfluss haben sollten. Man braucht eine gewisse Bildung, Ahnung von der Materie und jede Menge Erfahrung, um diese Straftaten auch in Relation zu anderen Verbrechen setzen zu können.
3. Ich bin für ein recht hohes Strafmaß. Der Anlass war total nichtig, da wird von jedem Mitbürger mehr Bedachtheit erwartet. Was würde denn erst passieren, wenn vorher etwas anderes passiert wäre, z.B. jemand seine Mutter geohrfeigt hätte?
Natürlich bereut er die Tat, er hat schließlich sei eigenes Leben zerstört. Viel schlimmer ist aber, dass der andere Mensch für immer fort ist. Man braucht nicht die Hinterbliebenen zu fragen, ob nach drei Jahren alles wieder gut ist.
4. Ist die Darstellung des Täters sehr wohlwollend. Mit einem Schreiben auf die Tränendrüse drücken, pfft.
Da die Sachlage klar ist, wird der Anwalt ihn angewiesen haben, das Schreiben zu verfassen. Macht sich immer gut vor Gericht und gehört zum kleinen 1x1 der Anwälte. Er spricht nicht umsonst von Strategie.
5. Mein Urteil wäre Tod durch Snu Snu.

Selbst wenn ich mit der Schlussfolgerung nicht übereinstimme und definitiv anders geurteilt hätte: Grüner Daumen für das absolut gerechtfertigte Strafmaß Tod durch Snu Snu

Schuldig. Und mit nem Steakmesser so schnell hoch zu eskalieren ist halt doof. Affekt hin oder her. Mir fehlt da noch Schubsen, Gerangel bevor einer ein Messer zu packen kriegt. Was hinterher passiert ist erst mal zweitrangig in meinen Augen weil Hinterher weiss man immer mehr.

 

Find ich persönlich besser.

Und bei ehemaligen SS Männern fragt man vor Gericht: "Sie haben nicht gegen Befehl des Vorgesetzten gehandelt. Warum?"
 

Abgesehen davon wären die 160 (oder wie viele es auch waren) scheinbar so oder so gestorben, nur nicht durch seine Hand ... die kritische Frage hier ist einfach eine Andere.

 

"Kein Prinzip der Welt kann wichtiger sein als 70.000 Menschenleben"

Außer vielleicht 70.001 Menschenleben nach seinem Verständnis.

Ich sehe bei der Inszenierung aber kein wirkliches Abwägen.
Wäre das Flugzeug in das Stadion gekracht wären die Insassen ja trotzdem gestorben.

Allerdings wäre er nicht der Mörder gewesen

Ja genau, da stimme ich dir zu.
Ich wollte nur darauf hinweisen, daß es nicht darum geht, dass die Anzahl X Menschenleben wertvoller ist als die Anzahl Y. Er hatte ja nicht die Wahl "Bringe ich jetzt 160 oder 70.000 Menschen um", sondern "Bringe ich 160 Menschen um, damit (potentiell) 70.160 Menschen gerettet werden".

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